Schwimmbälle von EURO-MATIC als innovative Lösung
Wasserlinsen – umgangssprachlich auch als „Entengrütze“ bekannt – können in biologischen Reinigungsbecken von Kläranlagen gravierende Probleme verursachen. Sie bedecken die Wasseroberfläche in kurzer Zeit vollständig, stören Messsysteme und behindern den Betriebsablauf. In einer Kläranlage in Sachsen wurde dieses Problem über Jahre hinweg zur Belastung – bis die Verantwortlichen eine clevere, bislang ungenutzte Methode entdeckten: den Einsatz von Schwimmbällen von EURO-MATIC.
Die Herausforderung: Wasserlinsen blockieren Technik und verursachen hohen Reinigungsaufwand
Die Kläranlage, die Abwässer aus mehreren Gemeinden in Nordsachsen behandelt, verfügte über moderne Belebungs- und Nachklärbecken – jedoch führte starkes Wasserlinsenwachstum regelmäßig zu verstopften Sonden, Schlammleitungen und beeinträchtigten Probennahmen. Der Betrieb konnte zwar die strengen Stickstoffgrenzwerte zuverlässig einhalten, doch der technische Mehraufwand war erheblich.
Mehrmals im Jahr mussten die Wasserlinsenteppiche mit erheblichem Personaleinsatz manuell entfernt werden. Der Reinigungsprozess erforderte vier Mitarbeitende, Schneeschieber, improvisierte Schwimmvorrichtungen und ein Saugfahrzeug – für jedes einzelne Becken ein ganzer Arbeitstag. Eine dauerhafte Lösung war dringend erforderlich.

Die Idee: Schwimmbälle als Barriere gegen Licht und Wachstum
Der entscheidende Impuls kam eher zufällig: Ein Fernsehbericht zeigte, wie ein Trinkwasserreservoir mit Kunststoffbällen abgedeckt wurde, um Verdunstung zu reduzieren. Inspiriert davon entstand die Idee, ob eine ähnliche Abdeckung auch das Wasserlinsenproblem lösen könnte – durch Lichtabschirmung und mechanische Barrierebildung.
Nach kurzer Recherche stießen die Betreiber auf die BirdBalls™ von EURO-MATIC, einen etablierten Hersteller von Schwimmbällen aus UV-beständigem HDPE. Diese Kunststoffkugeln mit 100 mm Durchmesser werden weltweit zum Schutz von Wasserflächen vor Algen, Vögeln und Verdunstung eingesetzt.
Der Praxistest: Schwimmbälle verteilen sich selbstständig auf dem Becken
Zunächst wurde eines der vier betroffenen Becken testweise mit Schwimmbällen befüllt – insgesamt rund 18.000 Stück, angeliefert in elf Big Bags. Das Einbringen der Bälle war überraschend unkompliziert: An nur einer Stelle in das Becken geschüttet, verteilten sie sich selbstständig gleichmäßig auf der Oberfläche und bildeten eine lückenlose Abdeckung.
Das Ergebnis: Deutliche Reduktion der Wasserlinsen – bei voller Betriebssicherheit
Ein Jahr lang wurde das Verhalten des Beckens unter Beobachtung gestellt. Die Bilanz fiel durchweg positiv aus: Die Bildung von Wasserlinsen konnte nahezu vollständig unterbunden werden, die eingesetzte Technik blieb störungsfrei, und die Betriebsabläufe liefen stabil und effizient. Auch bei Regen, Frost und Wind blieben die Bälle zuverlässig an Ort und Stelle.
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Ausweitung auf weitere Becken und zusätzliche Vorteile
Aufgrund des Erfolgs wurde beschlossen, auch die übrigen Becken der Anlage auszustatten. Insgesamt kamen damit knapp 90.000 Schwimmbälle zum Einsatz – verteilt auf über 60 Big Bags. Die unkomplizierte Handhabung und Langlebigkeit des Materials überzeugten ebenso wie die Effizienz der Lösung.
Ein zusätzlicher Vorteil: Durch die geschlossene Schwimmball-Abdeckung wird ein Teil der Wärme im Becken gespeichert, was vor allem in der kalten Jahreszeit zu einer stabileren Temperatur führt. Dies könnte langfristig die biologische Stickstoffelimination unterstützen – ein Effekt, der derzeit noch messtechnisch begleitet wird.

Schwimmbälle von EURO-MATIC – eine intelligente Lösung für Kläranlagen
Die BirdBalls™ von EURO-MATIC haben sich als einfache, aber äußerst wirksame Methode zur Kontrolle von Wasserlinsen in Kläranlagen erwiesen. Sie senken den Reinigungsaufwand drastisch, schützen technische Komponenten und stabilisieren biologische Prozesse – ganz ohne Chemie oder bauliche Eingriffe. Für viele Betreiber könnte diese Lösung ein echter Gamechanger sein.
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